a. Hauptzielgruppe b. Die Bedarfe, an die das Projekt adressiert ist c. Spezifische Projektziele d. Die Programmziele und die Priorität der Ausschreibung, an die das Projekt adressiert ist e. Originalbeitrag zu existierenden europäischen und nationalen Berufsbildungssystemen und -praktiken
a. Hauptzielgruppe Die ETCS Zielgruppe wird repräsentiert von Berufsausbildern – „denjenigen, deren Ziel es ist, Menschen mit Fähigkeiten und Kompetenzen auszustatten, die auf dem Arbeitsmarkt Anwendung finden können”. Wir finden sie in spezialisierten Trainings- & Entwicklungsunternehmen oder angestellt in Firmen und Organisationen in allen Bereichen der Wirtschaft. Der Bedarf, Fähigkeiten zu entwickeln, neue Kompetenzen zu erreichen, rechtfertigt die steigende Zahl an Ausbildern und Trainern. In der Praxis hat jede Organisation mit einem Perfomancestandard eine eigene Weiterbildungsabteilung oder nimmt den Service von externen Spezialisten in Anspruch. Es gibt jedoch keinerlei Intention, diesen Service auf eine bestimmte Kategorie von Trainern zu beschränken, da jeder Ausbilder, einschließlich der Lehrer, potentieller Nutzer sein kann. Nichtsdestotrotz zielt das Projekt in erster Linie auf die Einführung des Euro Trainers Coaching Service in 7 Zentren in 7 Ländern. Deshalb werden die Ausbilder in diesen Ländern die ersten sein, die von ihm profitieren werden. Einmal mit den Zielgruppen dort getestet und evaluiert, kann der Service auch auf andere Länder ausgedehnt werden. Das Projekt wird außerdem die Zielgruppen während seines gesamten Lebenszyklus direkt mit einbeziehen. top b. Die Bedarfe, an die das Projekt adressiert ist Zweifellos hängt der Erfolg eines Ausbildungsprogramms von der Kapazität des Trainers ab, wie er seine Schüler in die Entwicklung ihrer notwendigen Kompetenzen für ihr Auftreten mit einbezieht und motiviert. Deshalb muss der Ausbilder informiert, motiviert und sehr gut erprobt in der Ausweitung seiner eigenen Grenzen sein. Seine Kompetenzen werden ständig neu herausgefordert durch die technologischen Neuerungen und das beschleunigte Lerntempo der Menschen heutzutage. Insbesondere die technischen Fähigkeiten in der Nutzung von IKT-Technologie bei der Materialienvorbereitung, pädagogische Fähigkeiten für eine viel dynamischere Präsentation des Kurses, werden als wahre Sprungbretter für die meisten Ausbilder betrachtet. Bücher, Führer, Zeitschriften, Artikel etc., die zu diesem Thema veröffentlicht wurden, helfen sicherlich sehr. Eine Fülle von Kursen, in der Klasse oder ODL, mehr oder weniger zugeschnitten auf ein Training für Trainer sind auf dem Markt. Trotzdem schaffen der Aufbau und die Erhaltung eines gewissen Levels an Ausbildungskompetenzen noch immer Probleme für die meisten von ihnen. Egal, wo sie ausgebildet wurden, gibt es 2 Probleme, vor die sie gestellt sind: „Es ist schwierig für mich, dies meinen Schülern zu vermitteln” oder „es ist noch nicht an der Zeit, meine Methoden zu ändern: sie funktionieren doch noch”. Berichte von Wissenschaftlern nennen einige hierfür „verantwortliche” Ursachen: - Der Ausbilder hat eine Vielzahl an Bedarfen. Egal welche Art von Kurs: entwickelt durch eine Institution oder durch ihn selbst, wünscht der Ausbilder, dessen einzigartigen Charakter hervorzuheben. Zweifellos ist der einzigartige Charakter ein Erfolgsfaktor. Jeder Kurs ist einzig auf seine ihm eigene Art. Jedoch möchte der Trainer seinen einzigartigen Charakter betonen, um sein Bedürfnis an Sicherheit und Status zu befriedigen. Aus diesen Gründen hat er die Tendenz, seine Ausbildungsmethoden an seinen eigenen Stil anzupassen und den Fokus nicht immer auf die verschiedenen Lernstile der Schüler zu legen. - Bedarfe an bestimmten Kompetenzen sind nicht immer intern sichtbar. Jede Person hat von Natur aus ein Problem, wenn sie versucht, sich selbst zu evaluieren. Auf die gleiche Art ist es manchmal schwierig für Ausbilder zu bewerten, welche spezifische Kompetenz er zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt und dann einen Aktionsplan zu entwerfen, um diese zu erreichen. Eine externe Person hat bessere Chancen auf eine mehr akkurate und objektive Evaluierung. - Das Wissen erreicht durch “Train the Trainer”-Kurse oder Expertisematerialien ist schwer in die Praxis umzusetzen. Der Ausbilder weiß nicht immer, wie er das, was er lernt oder liest, in der Praxis anwenden oder umsetzen soll; er benötigt eine beträchtliche Zeit, um die Ergebnisse zu evaluieren und der Erfolg ist nicht immer gewiss. Meistens ist das einzige Feedback, das er bekommt, das seiner Schüler, welches lebendig aber nicht vertrauenswürdig genug ist, ob das, was er tut, richtig ist. Dieses Bemühen, die Methoden und die bewerteten Kenntnisse anzupassen, kann den Erfolg des Programms schmälern. - Die Bekenntnis der Ausbilder zur Modernisierung ihres pädagogischen Systems ist ziemlich gering. Viele bleiben den traditionellen Praktiken treu: sie können sie einschätzen, sie haben durch sie Ergebnisse erreicht und in den meisten Fällen haben sie sich an sie gewöhnt. Die neuen Ressourcen, die IKT in der Bildung bietet, können Frustration hervorrufen und verursachen zwangsläufig Probleme bei der Anwendung. Deshalb weiß der Ausbilder nicht immer, wie er seine eigenen Entwicklungsziele ansetzen soll. Somit braucht ein Ausbilder, der solche Probleme erfährt, einen professionellen eins zu eins Führungsservice, der:
1. dem Ausbilder hilft, seine schwachen Punkte bei den Anweisungen und den Mangel an Kompetenzen anzuerkennen (diagnostizierende Funktion) 2. dem Ausbilder hilft, den besten Weg zur Lösung seiner Probleme herauszufinden. (Anleitungsfunktion) 3. dem Ausbilder hilft, das Beste aus dem, was er/sie lernt, herauszuziehen; das Wesentliche herauszufiltern und es auf die eigenen konkreten Bedürfnisse anzupassen (Erleichterungsfunktion) 4. ständig sein/ihr Lernen und den Kompetenzzuwachs kontrolliert und einschätzt und zugleich den Lehrplan auf seine/ihre konkreten Bedürfnisse zuschneidet (Kontrollfunktion) 5. ihr Selbstvertrauen stärkt und ihr Engagement im Prozess der Kompetenzerlangung unterstützt (Unterstützende Funktion) Dazu bedarf es keiner Konsultationen, keiner Beratungen und keines Tutorings. Dazu bedarf es … COACHING. Es gibt viele Beratungsfirmen, die ihre Coaching Leistungen in ganz Europa anbieten und die sich als extrem effektiv herausgestellt haben. Allerdings sind sie bei weitem zu teuer (insbesondere für Ausbilder), und nur wenige von ihnen richten sich konkret an die Bedürfnisse der Ausbilder. top c. Spezifische Projektziele Das spezielle Ziel dieses Projektes besteht darin, eine hohe Qualität hinsichtlich eines online Anleitungsservice für Ausbilder zu schaffen – dem Euro Trainers Coaching Service, der den Ausbildern beim Prozess der Kompetenzerweiterung helfen soll und damit gleichzeitig ihre Chancen auf die Durchführung eines erfolgreichen Kursprogramms erhöhen wird. Dieser Service basiert hauptsächlich auf:
Professionellem Personal bei der Durchführung des Coachings. Ein hoch spezialisiertes Expertenteam aus 4 Ländern, zusammengestellt in einem R&D Netzwerk (unter der Regie des EBG Deutschland) wird diesbezüglich eine umfangreiche Analyse der Kompentenzanforderungen von ETCoaches vornehmen und einen Grundbestand ausarbeiten, der die Basis formen wird für ein Kompetenzerweiterungssystem für ETCoaches. Operative Abläufe von hoher Qualität. Entsprechend den Qualitätskriterien des Service wird ein operatives Handbuch erstellt und Abläufe ausgearbeitet, auch im R&D Netzwerk. Innovative, auf dem Internet basierende Unterstützungsplattform. Der ETCoaching Service wird via Internet auf einer Videokonferenz übertragen. Dementsprechend entsteht eine hoch spezialisierte Plattform zur Unterstützung des ETCoaching Service, die auf einem fest zugeordneten Server vor Ort platziert wird. Zuverlässiger Kundendienstservice. Es wird ein europäisches Verzeichnis der gecharterten ETCoaches für Ausbilderbelange online aufgebaut, darüber hinaus ein Newsletter Server, ein Kundendienstservice und viele weitere Einrichtungen, die die Qualität des Service verbessern werden.
top d. Die Programmziele und die Priorität der Ausschreibung, an die das Projekt adressiert ist Die vorrangigen Ziele des ETCS werden sein: - Die Effektivität des europäischen Weiterbildungssystems zu erhöhen mittels eines Anleitungsservice, der: die Lücke zwischen traditionellem Training für Ausbilder und den neuen Anforderungen hinsichtlich einer Steigerung von Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weiterbildungs- und Führungssystem schließt, den Kompetenzerweiterungsprozess bei Ausbildern und Lehrern erleichtert, den Ausbildern und Lehrern hilft, ihren Berufsstatus zu festigen und die wichtige Rolle anzuerkennen, die sie durch die Entwicklung von Fähigkeiten für die Wirtschaft und die Gesellschaft generell übernehmen.
- Die Erfolgschancen der Ausbilder, Kursprogramme mit hoher Qualität und Attraktivität zu gestalten, zu erhöhen. - Zur Entwicklung einer innovativen Beratungsform and Anleitungsmethodik innerhalb des europäischen Weiterbildungssystems beizutragen. - Eine feste Zusammenarbeit zwischen den mit der Weiterbildung von Ausbildern und Lehrern befassten europäischen Bildungsträgern zu fördern bzw. anzuregen und damit den Standard der Ausbildung generell zu erhöhen. - Ein Qualitätsmodell zur Weiterbildung, Ausbildung und zu Einstellungskriterien in der beruflichen Fortbildung zu erstellen, dass durch seine Flexibilität Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen anzuziehen vermag, zugleich aber auch hohe Normen setzt hinsichtlich der Fähigkeiten und Kenntnisse (insbesondere in den Feldern Pädagogik und IKT) Das ETCS Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung eines flexiblen, innovativen, hoch spezialisierten, Internet basierten Service für Ausbilder, der in jedem Fall dazu beitragen wird, die existierenden Anleitungssysteme in der Aus- und Fortbildung im Hinblick auf die Erweiterung der Ausbildungskompetenzen weiterzuentwickeln. Die Ziele und Prioritäten, wie sie in der Ausschreibung des ETCS.FC vorgebracht wurden, sind dementsprechend: Ziel 2: die Qualität einer fortwährenden beruflichen Weiterbildung und den Zugang dazu zu verbessern, die lebenslange Aneignung von Fähigkeiten und Kompetenzen im Hinblick auf die Steigerung und Weiterentwicklung der Flexibilität zu fördern, insbesondere um den technologischen und organisatorischen Wandel zu festigen. Priorität 4 – Lehrer und Ausbilder: ständiges Weiterbilden der Lehrer und Ausbilder – neue Lehr und Lernmethoden stellen die traditionellen Rollen und Verantwortlichkeiten der Lehrer, Ausbilder und anderer Lerneinrichtungen in Frage. Deshalb existiert eine große Notwendigkeit, deren Weiterbildung voranzutreiben, um so sicherzustellen, dass sie bereit und motiviert sind, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Der Erfahrungsaustausch zwischen Schulen, freiwilligen Organisationen, Universitäten und Unternehmen sollte Einblick in die Lernbedürfnisse auf diesem Gebiet zu verschaffen. Diesbezügliche Ideen tragen mit dazu bei: Neue Fähigkeiten und Kompetenzen für Lehrer, Ausbilder und sonstige Lehrkräfte in der beruflichen Weiterbildung zu definieren, die von zentraler Bedeutung sind im Kontext eines lebenslangen Lernprozesses (d.h. anleitende und beratende sowie auf Arbeit basierende Lernmethodik) Innovative Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrer und Ausbilder zu entwickeln, wobei deren spezifische und methodische Bedürfnisse berücksichtigt werden.
Darüber hinaus schafft der innerhalb dieses Projektes entwickelte ETCoaching Service die Basis für die Verbesserung des europäischen Weiterbildungssystems, indem es die Dynamik und Flexibilität erhöht und im Ergebnis die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb eines sich ständig verändernden Umfelds stärkt.
top e. Originalbeitrag zu existierenden europäischen und nationalen Berufsbildungssystemen und -praktiken Anleitender Coaching Service ist an sich noch keine neue Erfindung in Europa. Verschiedene private Beratungsfirmen bieten solche Leistungen an, insbesondere für Unternehmensleitungen, und haben dabei exzellente Ergebnisse vorzuweisen. Der innovative Charakter entsteht vielmehr durch die ins Auge gefasste Zielgruppe: die Ausbilder. Ein derartiger Führungsservice, zugeschneidert auf ihre Bedürfnisse, kann ihnen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung helfen und somit ihre Aussichten auf eine erfolgreiche Durchführung ihrer Ausbildungsprogramme erhöhen. Ein Ausbilder, wie auch andere Berufskategorien, bedarf der Anleitung bei der Erweiterung seiner Kompetenzen sowie eines professionellen Feedbacks, um sich der Qualität seiner Leistung zu vergewissern. Einen weiteren innovativen Aspekt stellt der Ausbildungsservice an sich dar. Eine der Prioritäten in der europäischen Ausbildung besteht in dem weit gefächerten Angebot für alle Lehrkräfte (Ausbilder, Lehrer), so dass „deren Weiterbildung sichergestellt ist, dass sie bereit und motiviert sind, sich den neuen Herausforderungen zu stellen“. In diesem Zusammenhang werden vielerorts Trainingsmaßnahmen für Ausbilderprogramme entwickelt (im Klassenraum, online usw.) sowie freizügigere Aktivitäten (Erfahrungsaustausch) zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen. Durch die Schaffung eines Ausbildungsservice – Euro Coaching – mit einer definitiven europäischen Dimension, die aus verschiedenen Funktionen besteht (Anleitung, Erleichterung, Unterstützung usw.) trägt es außerdem dazu bei, die Ausbilder bei der Umsetzung der europäischen Richtlinien zu unterstützen. Schließlich darf der Einsatz einer Videokonferenz zur Unterstützung dieser beratenden Leistungen als technologische Innovation betrachtet werden, welche die Maßnahme extrem flexibel und leicht zu handhaben macht. Die Verfügbarkeit ist somit immer gegeben, ganz egal wie groß die räumliche Entfernung zwischen dem Coach und seinem Klienten ist. Die Möglichkeit, die Kommunikation via Internet in großem Umfang zu nutzen, ist ganz gewiss eine große Herausforderung und stellt in der Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Ausbildungsservice einen Meilenstein dar. top |